Thromboseneigung

Thromboseneigung

Alle Formen von Venenleiden - auch die leichten - haben einen Krankheitswert. Denn Erkrankungen der Venen haben die Tendenz, sich zu verschlimmern, wenn nicht rechtzeitig etwas unternommen wird. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland leidet an krankhaft veränderten Venen, von schmerzhaft müden Beinen über Krampfadern bis hin zu Venenentzündungen, offenen Beinen und Thrombosen. Nach einer Venenthrombose kommt es jedes Jahr in rund 30 000 Fällen zu einer tödlichen Lungenembolie - es sterben also mehr Menschen in Deutschland an der Verstopfung eines Blutgefäßes, als bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen.
Individuelle Labormedizin: Die Neigung zur Thrombosen wird Thrombophilie genannt. Thrombophilie kann erworben werden oder ererbt sein. Welches sind die Risikofaktoren?

  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Bettlägerigkeit
  • Gipsverband
  • Langes Sitzen oder Stehen
  • Hormonpräparate, etwa Verhütungsmittel oder eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren
  • Schwangerschaft

Bei einer bekannten oder vermuteten Häufung von Risikofaktoren bringt ein Basis-Labortest Klarheit. In einer Blutuntersuchung werden zunächst verschiedene Aktivitäten des Gerinnungssystems abgeklärt. Besonders wichtig ist zusätzlich eine molekularbiologische Diagnostik, um eine erblich bedingte Veranlagung zur Entwicklung von Thrombosen aufzudecken.
Molekularbiologische Laboruntersuchungen können neben diesem Gen-Defekt alle weiteren bekannten angeborenen Faktoren, die eine Thrombose begünstigen, ebenso zuverlässig aufdecken. Und wer sein Risiko kennt, kann Thrombosen aktiv und wirkungsvoll vorbeugen.

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